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Die lachende Käthe | Ein Besuch im Käthe Kollwitz Haus in Moritzburg

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Käthe Kollwitz lachend…

…ist dies denn überhaupt möglich? Das Abbild eines doch recht seltenen Selbstportäts, welches die Künstlerin lachend zeigt, ist direkt am Rundgangs-Eingang im 1. OG des Käthe Kollwitz Hauses in Moritzburg zu finden. Das Haus, welches im Jahr 2015 den 70, Todestag der Künstlerin und zugleich das 20 jährige Bestehen des Hauses in Moritzburg beging, zieht all jene Besucher an, die der großen Künstlerin auch heute nah sein wollen und ihr eindringliches Werk an einem Ort betrachten mögen, an welchem sie Zuflucht fand in den letzten Kriegsjahren.

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Käthe Kollwitz-Selbstbildnis lachend (1888-1899) Tusche /Feder ©eigenes Foto (Abb. von Plakat)

Die Sicherheit des Striches…

…ist die eine Seite Ihrer Kunst, die andere wohl ihre Eindringlichkeit, mit der sie arbeitende und vor allem arme Menschen in ihrem schweren Alltag zeigt. Um dies zu veranschaulichen genügt bei weitem nicht nur die Treffsicherheit und das handwerkliche Geschick, welches ohne Inhaltstiefe ohnehin immer leer bleibt. Auch fehlt bei der Künstlerin Käthe Kollwitz so ganz das Eigenverliebte, das Selbstreflektierende, das „Permanent-sich-mit-sich-selbst-beschäftigen“. Und so sind ihre eigenen Sorgen, wie der Tod des Sohnes im 1. Weltkrieg, zugleich auch immer die Sorgen der anderen Menschen . Es entstand das Mahnmal „Trauerndes Elternpaar“  als Ausdruck des gesamtheitlichen Schmerzes und Leides der Menschen im Krieg.

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Sitzender männlicher Akt (1891) Strichätzung / Kaltnadel

In Moritzburg…

…fand Käthe Kollwitz am Lebensende eine Stelle, die sicher an vielen Tagen  zu ruhig war, die tiefen Depressionen verstärkte. Der Blick auf den See, vor allem im Kriegswinter, mag nicht immer beruhigend gewirkt haben. Gezeichnet hat sie nicht mehr in dieser allerletzten Zeit. Das nahende Kriegsende, welches sie so erhoffte, vielleicht auch spürte trotz allem Kummer, hat sie um wenige Tage verpasst…

Mit dem Käthe Kollwitz Haus ist eine sehr liebevoll gestaltete und vor allem bildende Erinnerungsstätte für eine der größten deutschen Künstlerinnen geschaffen worden. Auf dem Außengelände findet zur Zeit zudem das aktuelle internationale Bildhauersymposium statt.

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Käthe Kollwitz Haus im Februar 2016

 

 

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Meissen und Moritzburg – sächsische Eindrücke im Herbst

Eigentlich ist immer Zeit genug, sich bei herbstlichem und beginnendem winterlichen Wetter zu Wanderungen im Meißner Umland aufzuraffen und herrliche Eindrücke mit nach Hause zu nehmen. Diesmal zieht es den Betrachter hinaus in die Natur. Die Umgebung von Meißen lädt ein zu einem ausgedehnten Spaziergang auf die Bosel. Von dort aus ist ein grandioser Ausblick ins Elbtal in Richtung Dresden zu genießen. Auch in die andere Richtung möge der Wanderstock den interessierten Betrachter jederzeit locker führen. In der entgegengesetzten Richtung liegt Winkwitz, welches mit herrlichen Weinbergen aufwartet und zum Verweilen einlädt. Kleine Lokalitäten säumen den weg entlang der sächsischen Weinstraße und ein Gläschen Meißner Wein ist immer eine Pause wert. Besucher sollten sich zeit nehmen zur Erkundung dieser ruhigen Seite von Meißen und die Natur der Elbelandschaft genießen. Auch das nahe gelegene Moritzburg bringt die Schönheit der sächsischen Landschaft zum Tragen. In der angehängten kleinen Slideshow sind nur Auszüge als Anreize angehängt. Sie sollen animieren, selbst alles zu sehen.