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Max Liebermann | Ferdinand Sauerbruch im Porträt

Gerade in der Portraitmalerei war er ganz groß, der Berliner Maler Liebermann, der Max Liebermann, der Impressionist Liebermann. Dieses Portrait des bedeutenden Chirurgen Ferdinand Sauerbruch malte er im Jahre 1932, knapp drei Jahre vor seinem eigenen Tod. Es zeigt einen nachdenklichen Mann, einen, der ein wenig müde erscheint. Der Blick ist direkt auf den Betrachter gerichtet, der Mund geschlossen, dennoch eine Zwiesprache, allein durch den intensiven Blick der durch die Brille seltsam vergrößert erscheinenden Augen.  Der Eindruck entsteht, dass Liebermann nichts aber auch gar nichts überbetont an seinem Portrait des Professors, sehr nah, zum Greifen der Ausdruck, die Haltung des Portraitierten.  Zarte warme helle Farben geben einen einladenden Rahmen, der den Betrachter anzieht. Hut!

Ferdinand Sauerbruch - von Max Liebermann (1932)
Ferdinand Sauerbruch – von Max Liebermann (1932) – wiki-pd
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Bildnis Hedwig Ruetz – von Max Liebermann

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Max Liebermann porträtierte seine Schülerin Hedwig Ruetz im Jahre 1904. Das Bildnis zeigt eine bescheidene Frau, ein Mädchen, welches den Kopf leicht nach rechts geneigt hat. Sie wirkt nachdenklich aber auch zufrieden. Die übereinander geschlagenen Hände verstärken diesen Eindruck noch etwas. Die Farben sind stark reduziert. Das Gesicht und die Kleidung der Porträtierten sind zum Hintergrund stimmig, was die Bildharmonie  betont.

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Max Liebermann

Dieter Raedel | Max Liebermann. Ausstellung Düsseldorf. Paul Cézanne. Der Knabe mit der roten Weste. Kunstkritik. Science of Art.

Nachfolgend geht es um das Gemälde ” Der Knabe mit der roten Weste ” von Paul Cézanne und Max Liebermann, einer der größten deutschen Impressionisten.

In einer Ausstellung in Düsseldorf hing das Kinderbildnis Cézannes und man hegte den Plan, das Gemälde für die Kunsthalle anzukaufen. Doch daraus wurde nichts, weil einer der einflussreichsten Leute, ein gewisser Gebhardt, an dem Bild herumnörgelte. Die Proportionen seien unmöglich und würden die Anatomielehre auf den Kopf stellen. Die Komposition ginge völlig daneben und der rechte Arm sei viel zu lang.

Eines Tages betrat Max Liebermann die Ausstellung und Supernörgler Gebhardt machte sich sofort an Liebermann ran. Er führte Liebermann zu Cézannes Werk, damit er seinen Standpunkt untermauern möge.

Max Liebermann betrachtete mit Vernügen das Werk und sagte:
“Oh, det Werk is ja großartig ! Welch herrliche Farben !”. Gebhardt kochte vor Wut.

“Herr Liebermann, sehen Sie nicht diese unmögliche Anatomie, diesen unendlich langern Arm?”
“Ach wat ! Der Arm is so schön jemalt – der kann ja jar nich lang jenug sein !”

(Quelle: Max Liebermann von Günter Meissner)

Gruß prenzlmaler.de