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Op-Art und kinetische Kunst

„Wer oder was bewegt sich?“.Dies ist die Frage nach dem Unterschied beider künstlerischen Stile oder auch die Frage nach der Gemeinsamkeit. Bei kinetischer Kunst bewegt sich das künstlerische Objekt selbst oder es wird bewegt bzw. bewegen sich Elemente davon oder werden bewegt. Bei der Op-Art entsteht die wahrgenommene Bewegung bei der Betrachtung aus verschiedenen Perspektiven oder durch die Bewegung des Betrachters.

Was bewegt sich ?

Am folgenden Beispiel von Jean Tinguely, einem sehr bekannten Vertreter der kinetischen Kunst ist diese Frage leicht zu beantworten. Hier werden die verschiedenen Elemente auf unterschiedliche Weise bewegt. Zudem sind die dabei erzeugten Geräusche interessant. Wie ein eigenständiges Atmen der Maschinen, so kommt dieses unwillkürlich entstehende Geräusch manchem Betrachter  vor.

Was scheint sich zu bewegen?

Ab Minute 1:52 des folgenden Videos wird die scheinbar wahrgenommene Bewegung am Beispiel der Bildobjekte von Victor Vasarely sehr deutlich. Der veränderte Blickwinkel auf die Bilder lässt diese optisch in Bewegung geraten. Vasarely ist einer der bekanntesten Künstler der Op-Art. Seine Werke wirken modern und futuristisch.

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Jean Tinguely | Heureka

Sie bewegt sich ohne einen offen erkennbaren Nutzen, man könnte meinen, sie unterstreicht auf ironische Weise die Frage nach Sinn und Unsinn, philosophisch nach Sein und Nichtsein. Die kinetische Plastik des Schweizer Künstlers Jean Tinguely ist seine erste Arbeit, welche öffentlich in den Jahren 1963 und 1965  für die Schweizer Landesausstellung in Lausanne kreiert wurde. Sie befindet sich in Zürich beim Zürichshorn.

Heureka bedeutet „ich habe es gefunden!“ Archimedes soll das Wort gerufen haben, als er beim Bade das Auftriebsprinzip entdeckte. Tinguely verwendet es in Bezug auf das „Maschinenmonster“ in ironischer Weise. Kunsthistorisch ist Tinguelys Großplastik im „Nouveau Réalisme“ (Neuer Realismus) einzuordnen.