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Top Künstler 2013 | Ranking der Aufsteiger

Der Kunstkompass 2013 zeigt die aktuell angesagtesten Künstler der Gegenenwart in einer Fotostrecke. Genau genommen werden dort jene Künstler präsentiert, welche über den größten Zuwachs verfügen. Mit einem Punktezuwachs von 6800 liegt der Maler Gerhard Richter an der Spitze dieses Zuwachs-Rankings.

Hier geht es zur  Liste der Top 100 (Quelle Artfacts.Net)

1Bruce Nauman 

US

2Gerhard Richter 

DE

3Cindy Sherman 

US

4John Baldessari 

US

5Lawrence Weiner 

US

6Ed Ruscha 

US

7Thomas Ruff 

DE

8Georg Baselitz 

DE

9William Kentridge 

ZA

10Dan Graham 

US

11Fischli & Weiss  
12Francis Alys 

BE

13Rosemarie Trockel 

DE

14Paul McCarthy 

US

15Olafur Eliasson 

DK

16Douglas Gordon 

UK

17Wolfgang Tillmans 

DE

18Richard Serra 

US

19Damien Hirst 

UK

20Erwin Wurm 

AT

21Jasper Johns 

US

22Marina Abramovic 

RS

23Andreas Gursky 

DE

24Rodney Graham 

CA

25Mona Hatoum 

LB

26Nan Goldin 

US

27Valie Export 

AT

28Carl Andre 

US

29Arnulf Rainer 

AT

30Christian Marclay 

US

31Thomas Struth 

DE

32Hans-Peter Feldmann 

DE

33Anri Sala 

AL

34Anselm Kiefer 

DE

35Yayoi Kusama 

JP

36Jonathan Monk 

UK

37Jenny Holzer 

US

38Gilbert & George  
39Tacita Dean 

UK

40Vito Acconci 

US

41Claes Oldenburg 

SE

42Christian Boltanski 

FR

43Pipilotti Rist 

CH

44Alex Katz 

US

45Raymond Pettibon 

US

46Richard Prince 

US

47Gabriel Orozco 

MX

48Kiki Smith 

US

49Jeff Koons 

US

50Hiroshi Sugimoto 

JP

51Tony Oursler 

US

52John M Armleder 

CH

53Jeff Wall 

CA

54Liam Gillick 

UK

55Ellsworth Kelly 

US

56Yoko Ono 

JP

57Thomas Hirschhorn 

CH

58Tony Cragg 

UK

59David Hockney 

UK

60Richard Long 

UK

61Bill Viola 

US

62Martha Rosler 

US

63Thomas Schütte 

DE

64Vik Muniz 

BR

65François Morellet 

FR

66Candida Höfer 

DE

67Daniel Buren 

FR

68Harun Farocki 

CZ

69Günther Förg 

DE

70Frank Stella 

US

71Christian Jankowski 

DE

72Maurizio Cattelan 

IT

73Albert Oehlen 

DE

74Michelangelo Pistoletto 

IT

75Marlene Dumas 

ZA

76Robert Morris 

US

77Rirkrit Tiravanija 

AR

78Jannis Kounellis 

GR

79Bernd & Hilla Becher  
80Sophie Calle 

FR

81Imi Knoebel 

DE

82Thomas Demand 

DE

83Heimo Zobernig 

AT

84Sherrie Levine 

US

85Pierre Huyghe 

FR

86John Bock 

DE

87Kara Walker 

US

88Ai Weiwei 

CN

89Robert Gober 

US

90Barbara Kruger 

US

91Jim Dine 

US

92Alfredo Jaar 

CL

93Ilya Kabakov 

SU

94Chuck Close 

US

95Joseph Kosuth 

US

96Matthew Barney 

US

97Louise Lawler 

US

98A. R. Penck 

DE

99Jonathan Meese 

DE

100Jimmie Durham

US

 

 

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Gerhard Richter | Streifen & Glas | Ausstellung in der Galerie Neue Meister in Dresden

Vom 14. September 2013 bis zum 5. Januar 2014 präsentieren die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in drei Sammlungsräumen des Albertinums eine gut aufbereitete Zusammenstellung mit neuen Werken des in Dresden geborenen Malers Gerhard Richter. Es werden vorrangig aktuelle Arbeiten aus den im Titel erkennbaren Werkgruppen präsentiert.

Richter interpretiert mittels computergesteuerter Bildverfahren seien abstrakte Malerei neu. Einige Werke sind bis zu 10 Meter lang und machen der Bezeichnung STRIPS damit alle Ehre.

Weitere Infos zur Ausstellung im Albertinum >>>

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Gerhard Richter | Painting

Habe diese Doku über Gerhard Richter von 2011 Beitrag kürzlich in voller Länge auf ARTE gesehen und bin schlicht begeistert. Dass ein Künstler mit abstrakter Malerei sehr viel Geld verdient so wie er der Richter, der Gerhard Richter, und das dies in das monotone Gedankenschema mancher Betrachter nicht hineinpasst, steht auf einem ganz anderen Blatt. Aber darum geht es nicht. Richter gibt einen seltenen Einblick in seine Arbeitsweise und er lässt den Zuschauer teilhaben an seinen Gedanken zur Kunst im Allgemeinen und zu seiner eigenen Kunst, die so einfach ausschaut und dennoch so eigen ist. Sein Weg zum für ihn letztlich gültigen Bildwerk bzw. zum Arbeits- oder Projektabschluss  an der großen Leinwand wird verständlich und nachvollziehbar. Seine Medienscheu überzeugt – nichts am Menschen Richter, am Künstler Gerhard Richter wirkt gebläht oder inszeniert. Er stellt sich und die Kunst, seine Kunst auch in Frage, er sucht, er zweifelt.  Das macht einen Künstler aus. Und bitte, dass das jeder kann ist eines der vielen lächerlichen Schein-Argumente, die immer wie von der Laier gezogen bei jedem abstrakten Künstler im Huckepack obenauf sitzen. Geschissen auf dieses Gewäsch. Besonders faszinierend die Zeit, die ein fertiges Werk benötigt, um eine Wirkung zu entfalten, der so wichtige Abstand zum soeben Geschaffenen, das Ruhen-lassen und Später-betrachten.  Ist es noch gut, das Werk, nach 2 Wochen, nach einem Monat, nach einem oder mehr Jahren? Hält es dem kritischen Blick des Malers dann auch noch stand?

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Ein Maler, der Fragen offen lässt – Gerhard Richter wird 80

Der in Dresden geborene und in Köln lebende Künstler Gerhard Richter wird am Donnerstag 80 Jahre alt. Schon immer wunderte er sich über den Ruhmes, welcher seit Jahren über ihm verschüttet wird.  Picasso des 21. Jahrhunderts hat man ihn schon genannt und das nicht erst, seit der 16,6 Millionen Dollarersteigerung  eines seiner Bilder im Oktober letzten Jahres. Richter führt seit vielen Jahren den Kunstmarkt an und fort! Gerhard Richter ist aber auch ein sensibler, ein stiller Mensch, der den Rummel und das Trara nicht mag, schon gar nicht jenes um seine eigene Person. Vielleicht ist es gerade das, was ihn mir so nachhaltig sympathisch macht.

Schon oft habe ich dieses Phänomen bewundert, dass gerade die Künstler, die es längst im Kunstmarkt nach oben geschafft haben, die Bescheidenen sind.  Auf Vernissagen seiner Künstlerkollegen lässt er sich dagegen häufig sehen. Neid und Missgunst sind ihm fremd. Auch arbeitet er noch täglich in seinem Atelier. Warum auch nicht. Schließlich sind 80 Jahre ja nicht zwangsläufig gleich zu setzten mit Nichtstun oder Nichts-mehr-entdecken- können-wollen.

Sein Atelier steht  neben seinem Wohnhaus. Es besteht aus einer Reihe offener Werkstatträume, welche in ein Büro münden. Dem Künstler gehen, wie einst schon seinen großen Kollegen der Vergangenheit, erfahrene Assistenten zur Hand. Der Tagesablauf ist ziemlich fest organisiert. Richter ist früh am Ball.

Die entscheidende Frage aber bleibt offen: Warum ist Gerhard Richter so bedeutend ? Wieso werden seine Bilder, wie etwa das Bild „Kerze“ bei Versteigerungen immer wieder im 2 stelligen Millionenbereich gehandelt?

Ganz einfach wird sich diese Frage wohl nie beantworten lassen. Sicher ist es, neben der hohen technischen und emotionalen Umsetzung seiner Ideen,  der Kontext, die Historie des Malers und Fotografen, der in Dresden geboren wurde und kurz vor dem Mauerbau in den Westen ausgewandert ist. Studiert hat Richter in Dresden an der Kunstakademie.

Richter kennt Deutschland und seine beiden Hälften, womit er zwangsläufig auch zu einem  Chronisten des zwanzigsten Jahrhunderts avanciert. Die Themenvielfalt spannt sich vom  „Dritten Reich“ (Gemälde „Familie am Meer“) ,dem Thema RAF in den 70-er Jahren über Fragen zur Schöpfung (Fenstergestaltung Kölner Dom) bis hin zum 11. September 2001 (Bildreihe „September).

Die verwackelten Bilder erregten erstmals Aufsehen. Das Bild „Ema“ (Akt auf einer Treppe)  ließ Bekanntes in neuer Sicht erscheinen und wirkt zugleich warm und  verletzlich, zart und geheimnisvoll.  Die Neue Nationalgalerie Berlin eröffnet am Sonntag eine Ausstellung  über Richters Lebenswerk. Sie trägt den Titel „Panorama“. Gezeigt werden  150 Gemälde und eine Version seiner ungegenständlichen Arbeit „4900 Farben“ Der Künstler ist selbst anwesend. Die Kunstfreunde dürfen gespannt sein 🙂

Ich ließ mich zu diesem Artikel inspirieren von einem sehr aufschlussreichen Text von Bertram Müller auf der Seite RP-online.de, bei dem ich  mich hiermit bedanke.

Zum Original-Artikel von Bertram Müller Gerhard Richter wird 80 (RP ONLINE, 06.02.2012)

Hier gleich noch ein interessanter Artikel zum Thema Gerhard Richter: „Die vielen Menschen sind mir unangenehm“ (RP ONLINE, 05.02.2012)