Figunetik – eine eigenständige Bildsprache
Entstanden aus der Beschäftigung mit experimenteller Figuration ist Figunetik die dynamische Erweiterung figurativer Ausdruckselemente. Zugleich erfolgt die Sichtbarmachung der Diskrepanz zwischen zunehmend technisierter Kommunikation, daraus resultierender virtueller Scheinwelten und der wahrgenommenen Realität. Umkehrung von der Wahrnehmung zur Darstellung als Kernpunkt der Figunetik verdeutlicht auch das Gegenteil dessen aufzuzeigen, was man sieht oder weiß bzw. kennt. Dies lässt sich mit allen möglichen bildnerischen Mitteln beliebig erweitern.
Die Variationsmöglichkeiten sind grenzenlos. Organische Elemente werden mit anorganischen bildnerisch vermischt wie im Beispiel “Granat” oder anderweitig ad absurdum geführt wie am Beispiel der “Umkehrfigur”. Figunetik bezeichnet im weiteren Sinne die Zusammenfassung experimenteller Figuration im Bereich Bildende Kunst.
Das Bild “Granat” ist der Beginn der Umkehr. Der Körper des Vogels stellt eine Handgranate dar, organische Elemente wurden mit anorganischen bildnerisch vermischt. Damit wird verdeutlicht, dass gesellschaftliche Veränderungen, Gefahr und Bedrohungen bis ins Innere einfließen, eindringen und verändern, so dass die Dinge und man selbst mitunter sich am Ende nicht mehr erkennt, man zu einem Mechanismus wird, der wie ein Rädchen roboterhaft funktioniert.
Presseecho: “Es brodelt unter der Oberfläche





