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Deine Mappe will keiner sehen!

Ich kann keine Künstlerbewerbungen mehr sehen!!!

So oder ähnlich reden etablierte und nicht nur etablierte Galeristen über uns arme Künstler, die wir dann dorten stehen, im Regen gar, die Mappe unterm Arm. Der Arm, der Künstlerarm, der arme Künstlerarm, der anderntags und die vielen Tage zuvor bereits Kunst schuf. Wichtige Kunst, richtige Kunst, wahre Kunst! Und dann nimmst Du allen Mut z´samme und nimmst Dir vor „Heut werd ich zu ihm gehn!“. Doch wer ist dieser „ihm“? Und welche Ziele verfolgt er überhaupt? Dazu las ich vor einiger Zeit einen sehr aufschlussreichen Beitrag im „Art Magazin“, der genau das auf den Punkt bringt.

Klar dürfte ja nun sein, dass Du als Künstler, als armer Künstler noch dazu 😉 nicht nun noch dort zu dem Galeristen hinlatschst. Manche Galerien schreiben sogar auf Ihre Webseite, dass Sie keine Bewerbungen von Künstlern akzeptieren. Ist ja auch irgendwie logisch, so wie Kunst eben kein Geschäft ist , so ist auch eine Bewerbung im herkömmlichen Sinne (hier mit Mappe) irgendwie am Ziel vorbei.

Schön straff durchpinseln, bloß keine Schaffenspausen

Kennst Du den Spruch? Der Künstler hat eine Krise. Was hat der? Na, eine Krise, eine Schaffenskrise, früher auch kunstvoll und stilsicher Schaffenspause genannt. Im Übrigen ein sehr wichtiger Schritt im Leben eines Künstlers. Denn da wird eben auch nachgedacht, umgedacht und neugedacht. Mag ja lächerlich klingen irgendwie, aber manche Künstler hatten diese Pause immer :). Trotzdem sind sie Künstler, oder nicht?

Auch die folgende Situation ist schlimm für Dich als Künstler. Du bist extrem von Dir überzeugt. Bringst Dich ein wo immer Du kannst. Zudem nutzt Du alle Kontakte zu allen möglichen Freunden, bloß um wieder irgendwo Deine Bilder zu hängen. Viele Deiner Freunde kommen, sei ehrlich zu Dir selbst, letztlich eh nur noch der Getränke wegen! Du hast sie ganz einfach mit Deinen vielen Aktivitäten in Bezug auf Nur-Deine-Kunst gnadenlos überfordert. Und jetzt stell Dir mal den Galeristen erst vor. Zu dem kommst Du dann auch noch mit Deiner Mappe. Schlimm.Du willst wissen warum???

Deine Mappe ist ein einziges buntes Durcheinander

Und im Übrigen suchen die sich Ihre Künstler aus. Was? Das hast Du noch gar nicht gewusst? Na dann viel Spaß bei der nächsten Initiativbewerbung Du armer Künstler, der eigentlich so arm gar nicht immer ist, der gelegentlich einfach denkt, er kann es. Mal so nebenher. Neben dem anderen Leben, dem Berufsleben usw. Schließlich muss er ja auch Kohle verdienen, der arme Künstler mit seiner bunten Bastelmappe. Ein bisschen Illustrationen sind dabei, dann wieder mal paar Fotos. Ach ja und natürlich auch ein wenig was in Öl. Du lieber Himmel. Gotte bewahre, bewahre mich vor diesen Künstlern. Das und nichts anderes wird sich der Galerist denken. Und zwar immer dann, wenn wieder einer kommt, der da von sich meint, der einzig wahre Künstler zu sein!

Bis zum völligen Durchblick empfehlen wir unseren Leitfaden (Leit- nicht Leidfaden, obwohl auch das zuträfe :))

mappe

 

 

 

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Die Elbeschiffe der Sächsischen Dampfschifffahrt auf Fahrt in Meissen

Die Leipzig | 29.09.2017

Flussschiffe auf Fahrt durch Meissen

Viele Schiffe fahren auf der Elbe und halten gern in Meißen. Sicher kennst Du schon unsere Meissen Galerien. Wir begannen im Jahr 2016 damit jeden Tag ein Meißenbild hochzuladen. Auch im Jahr 2017 führen wir diese Tradition nun fort. Beim täglichen Fotos knipsen ist uns aufgefallen, dass immer mal wieder ein Elbeschiff in den Fokus rückt. Es sind zum Großteil die Elbeschiffe der Sächsischen Dampfschifffahrt Dresden, die auf Ihren Fahrten auch Meissen ansteuern. Die „Weiße Flotte“ gilt zudem als die größte und zugleich älteste Raddampferflotte der Welt.

Sächsische Dampfschifffahrt & Schiffe auf Suchbildern

Zur Weißen Flotte gehören aktuell 13 Schiffe. (Stand lt. Wikipedia – abgerufen vom 31.07.2017). Viele dieser Elbeschiffe sind auch in unserer Meissen Galerie 2017 zu finden. Es gibt dazu auch noch Bohrschiffe und andere Schiffe von anderen Flotten, die durch Meissen fahren. Dazu gehören zum Beispiel die Flusskreuzfahrtschiffe Viking Beyla und Viking Astrild. Am Besten ist es, Du schaust Dir alle Bilder in der Meissen Galerie 2017 an und sicherlich findest Du selbst viele Schiffe, die die Elbe befahren und eben auch an der Stadt Meißen vorbeikommen.

dampfschifffahrt
Die Leipzig | 29.09.2017

Finde Dein Lieblingsschiff auf der Elbe

Es ist erstaunlich zu beobachten, dass täglich Schiffe an der Burg vorbeifahren bzw. einen Zwischenstopp einlegen. Da wären die Diesbar, die Pirna, die Meissen, die Wehlen, die Pillnitz, die Rathen und die Krippen als häufige Elbeschiffe zu nennen. Aber es gibt ja da noch die Dresden und die Leipzig. Alle aufgezählten sind Raddampfer und richtig imposant anzusehen. Besonders viel Freude haben auch die Fahrgäste. Oft sind die Schiffe bis oben hin voll mit Gästen. Und alle Gäste haben richtig Spaß wenn es mal wieder heißt, hier in Meißen Halt zu machen am Burgberg.:)

Wenn Du Dich, so wie wir auch, für Flussschiffe interessierst, so kannst Du mühelos in der Galerie nach diesen suchen. Sende uns doch dann einfach einen Kommentar, welche Schiffe Du in den Galerien gefunden hast? Hier kommst Du zu den Galerien

Du willst noch mehr Schiffe suchen? Dann schau doch hier nach.

2016

2017

 

 

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Diese nichtsnutzigen Künstler!

Kunst online kaufen im Figunetik Shop

Du willst Kunst online kaufen? Du hast Lust, Kunst im Original zu kaufen? Aber Du denkst: Nun ja, das ist ja alles ganz gut und schön, aber sowas von teuer. Das kann sich doch kein Mensch wie ich leisten, verdammt noch mal! Was wollen diese Künstler eigentlich alle? Hä?`Arbeiten nix, sitzen stundenlang in Cafes herum oder gar noch am Straßenrand, während unsereiner rackern muss. Ja, rackern, von früh bis spät. Und wofür? Na klar: dafür, dass diese Nichtsnutze, diese Künstler eben, ihr Sorglosleben führen können. Und dann wollen die auch noch ihre Kunst an den Mann, an die Frau, an weiß ich wen, bringen. Logisch, die brauchen die nächste Tüte Gras, was denn auch sonst? Da sagen wir einfach einmal, halt inne und atme durch, denn natürlich ist Kunst, ist Originalkunst keine Groschenware. Das kann sie auch gar nicht sein, denn Kunst, schon gar Originalkunst ist, wie der Name schon sagt, immer ein Original. Ein Original ist unverwechselbar und wird es so und in dieser Form kein zweites Mal geben. Eben :).

Beruhige Dich, denn so schlimm ist das alles gar nicht

Originale kannst Du Dir eh nicht leisten, also hör auf zu jammern. Deshalb: Bumms, hier ist schon wieder so ein Online Shop, da wollen die irgendwelche Kunst verkaufen. Na Hallo Hallo!!! Als ob es das nicht schon zig-tausendfach gäbe. Aber gut, wenigstens stellen die dort keine Original Ölschinken rein. Wozu auch, die werden doch eh am besten innerhalb einer Ausstellung präsentiert und manchmal auch dort verkauft, oder? ODER???? Was aber noch ok ist, sind diese Tuschezeichnungen, die es im Figunetik Shop als Originalzeichnung zu kaufen gibt. Die wollen wohl dort so nach und nach alle bereits gezeichneten und noch nicht gezeichneten, also noch zu zeichnenden Tuschis in den Shop stellen. Das ist es, Tuschis kannst Du damit als Kunst online kaufen im Shop. Nach dem Motto: Stell´s doch in Internet. Nun ja… als ob das immer so einfach wäre, so wie am Band.

Übrigens: Den Leitfaden (ein Leid ist´s ), ihr wisst ja, den für die Künstler, damit die wissen, wie die zu einer Ausstellung kommen, den findet man dort wohl auch wieder mit Sofortüberweisungszahlmöglichkeit. Na wurde auch Zeit, verdammt noch mal.

Und hier kommste direkt zum Shop

kunst online kaufen

Wichtiger Hinweis: Das Logo des Kunst Online Shops wurde versehentlich 2 mal hier eingestellt. Bitte einmal ignorieren.

kunst online kaufen

 

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Mythos Vermeer | Die Camera Obscura

camera obscura Der Soldat und das lachende Mädchen Jan Vermeer, 1658 Öl auf Leinwand 49,2 × 44,4 cm

Möglichkeiten der Technik für die Kunst

Bei meiner Recherche über die Möglichkeiten modernster Computertechnik für die Kunst und neuer Technologien wie dem 3D Druck bin ich wieder über das Thema „Camera Obscura“ gestolpert. Es gibt relevante Hinweise dafür, dass Künstler bereits Jahrhunderte vorher schon Hilfsmittel nutzten, um Ihre Gemälde, Ihre Kunstwerke wirklich einzig“artig“ erscheinen zu lassen. Wenn wir also heute, in unserer schnelllebigen Zeit, Künstlern vorwerfen, sich diverser Hilfsmittel wie Photobearbeitungsprogrammen oder Beamern zu bedienen, so muss man anmerken: Das haben eben auch früher schon Künstler so gemacht. Logischerweise mit den damals zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten. So erfreut sich der Mythos um den Maler Jan Vermeer van Delft bis in die heutige Zeit ungebrochener Beliebtheit.

Zu diesen der Kunst dienlichen Stützen gehört zweifelsohne die Camera Obscura. Um die Benutzung dieses Vorläufers moderner Fotoapparate ranken sich speziell im Bereich der Kunst zahlreiche Legenden und Mythen. Gehörte Vermeer auch zu den Nutzern der Camera Obscura? Kann es sein, dass deshalb seine Interieurs so extrem detailgetreu wirken und andererseits seine dargestellten Figuren oftmals perspektivisch fehlerhaft? Wer war dieser Maler wirklich? Was trieb ihn an und warum hütete er sein Geheimnis? Am unten eingefügten Bildbeispiel, dem Vermeer Gemälde „Der Soldat und das lachende Mädchen“ ein rezensions-figunetischer Deutungsversuch.

Der Zeitraum Mitte 1860

Jan Vermeer wurde im Jahre 1632 in Delft, Niederlande, geboren. Er gilt bis heute als einer der berühmtesten niederländischen Maler des Barock (Goldenes Zeitalter) obwohl er zu Lebzeiten kaum rezipiert wurde. Dieser Umstand mag auch an seinem extrem kleinen Gesamtwerk von bis heute nur 37 eindeutig Vermeer zugeordneten Gemälden liegen.  Übrigens sind Zeichnungen gar nicht vorhanden. Nach seinem Tode geriet er etwas in Vergessenheit, wurde dann aber ab Mitte 1860 wiederentdeckt, breiter rezipiert und auch seine Gemälde fanden, anders als zu seinen Lebzeiten, nun fulminant Einzug in die Auktionshäuser.

Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge Jan Vermeer, 1665 Öl auf Leinwand 45 × 40 cm Bildquelle: wiki-pd
Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge
Jan Vermeer, 1665
Öl auf Leinwand
45 × 40 cm
Bildquelle: wiki-pd

Neben der häufig in den Raum geworfenen Frage, wer denn nun, so der Originaltitel bzw. dessen deutsche Übersetzung, „Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“ in Wirklichkeit* war wurde dem Maler auch immer wieder die Verwendung einer Camera Obscura angedichtet.

*(Die Frage wurde populär aufgegriffen im Roman von Tracy Chevalier aus dem Jahr 1999 und im gleichnamigen Film von Peter Webber aus dem Jahre 2003) 

Detailtreue: künstlerisches Stilmittel oder der Beweis für ein Hilfsmittel?

Noch lange bevor die Fotografie alltagstauglich wurde und den Menschen Fotos somit optisch vertraut waren, bemerkte der amerikanische Lithograph und Radierer Joseph Pennell die augenscheinliche Disharmonie im Größenverhältnis der beiden dargestellten Personen in Vermeers Gemälde „Der Soldat und das lachende Mädchen“. Aber, und jetzt wird es nochmals wirklich interessant, die vermeintliche Diskrepanz ist in der Tat nur eine vermeintliche.

Folglich, wenn es sich bei dem berühmten Gemälde um eine Fotografie handeln würde, so wäre das Gemälde komplett stimmig. Dazu brauchen wir uns nur einmal aktuelle Fotos mit Menschen, zum Beispiel Selfies oder Gruppenfotos anzuschauen. Die extreme und oft nahezu unwirklich erscheinende Größe der im Vordergrund sich befindlichen Personen ist aufgrund der perspektivischen Verkürzung logisch und somit normal. Insofern lügt die Linse nicht.

Zur Zeit Vermeers gab es jedoch noch keine Vertrautheit mit Fotos, denn es gab keine Fotokamera im heutigen Sinne. Wohl aber gab es die Camera Obscura und zwar war deren Prinzip und Aufbau bereits Aristoteles (384–322 v. Chr.) bekannt. So baute Roger Bacon. (1214–1292 oder 1294)  erste Apparate in Form einer Camera obscura für Sonnenbeobachtungen. Ebenso befassten sich Leonardo da Vinci und Johannes Kepler mit dem Prinzip der Camera Obscura. Im Mittelalter dann konstruierte Johann Zahn ein transportables Gerät. Das war im Jahr 1686 und damit  etwas später als in der Entstehungszeit der Gemälde Vermeers, was den Mythos um die Benutzung unnütz verstärkt.

Der Mythos Vermeer lebt: Perspektivisch anders und auffällig

Es ist jedoch anzunehmen, dass Vermeer eine Camera Obscura benutzt hat, denn ab dem Beginn des Mittelalters war man in der Lage Linsen zu schleifen und damit das bisherige Loch in der Camera Obscura zu ersetzen. Doch zurück zur eigentlichen Frage, die da lautet, warum es Joseph Pennell überhaupt auffiel, dass Vermeer perspektivisch so anders malte als nahezu alle seine künstlerischen Zeitgenossen.

Einfach erklärt und kein Mythos: Da es seinerzeit noch keine Photographie gab, malten die Maler hauptsächlich nach Modell, sprich, es saßen die dargestellten Personen, wenn auch nicht unbedingt selbst, so doch beispielhaft in Form von Statisten (siehe dazu z.B. die Arbeitsweise Carravagios o.ä.) real Modell. Dabei waren ebensolche Perspektiven erkennbar. Diese versuchte der jeweilige Maler jedoch rein intuitiv mit seinem „Wissen“ auszugleichen. Er malte somit weniger etwas was er tatsächlich sah, sondern vielmehr das, was er wusste oder zu wissen glaubte. Dies beruhte auf der Tatsache, dass wir heute – im Gegensatz zu den Menschen zu Zeiten Vermeers – wesentlich vertrauter mit jeglicher Art von Vordergrundobjekten sind. Damals undenkbar.

Wenn nun also Vermeer, wie im Bild unten, seinen Offizier fast doppelt so groß wie das lachende Mädchen malte, so liegt es nahe, dass er es durch eine Art Camera Obscura so sah und sich auf das Gesehene verließ. Dies macht auch gleichzeitig seinen unverwechselbaren Stil aus. Er, der Meister des Lichtes, auch der Maler  der Stille genannt, um ihn ranken sich Legenden. Die Meinung der Kunstgeschichtskenner geht weit auseinander, was die Benutzung der Camera seitens Vermeer anbelangt. Es gibt tendenziell aktuell eine etwas größere Anzahl an Experten, die den Mythos Vermeer um die Camera bekräftigen.

Pro und Contra bis hin zu ausgefeilten Untersuchungsmethoden

Manche von Ihnen, so der niederländische Gelehrte PTA Swillens , er sich intensiv mit Veermers Malstil beschäftigte, waren nicht der Meinung, dass der Maler es nötig hatte, ein solches Hilfsmittel zu nutzen. Andere wiederum gingen mit fast kriminalistischem Spürsinn und Methodik der Frage nach der Benutzung nach. Dazu baute beispielsweise Daniel A. Fink im Jahre 1971 extra eine solche Kamera exakt nach und stellte diese in einen Raum mit Nordlicht. Dieses wurde von den damaligen Malern bevorzugt. Fink untersuchte mit dieser Camera Obscura ähnliche Gegenstände wie jene in Vermeers Bildern in einem ähnlichen Raum mit ähnlichen Verhältnissen und er kam zu einem Ergebnis, welches die These der Pro-Camera-Obscura Benutzung stärkt. Alle Einzelheiten zum Abschluss seiner Untersuchung sind hier zu finden: „Vermeer’s Use of the Camera Obscura – a Comparative Study“

Bis heute sind sich Experten uneinig darüber, ob Vermeer eine solche Camera Obscura benutzte. In 13 seiner Gemälde wurden kleine Einstiche gefunden. Diese deuten darauf hin, dass der Maler, um die Perspektive im Bild umzusetzen, sich bekannter und unspektakulärer Hilfen bedient haben könnte, vielleicht ähnlich jenen, die Martin Missfeldt in seinem Blog am Beispiel „Der Zeichner der Laute“ von Albrecht Dürer beschreibt. Möglich auch, dass Vermeer beides nutzte, um die faszinierenden Interieurs zu erschaffen, die bis in die heutige Zeit Menschen so begeistern, dass Ausstellungen des Malers schon Wochen vorher komplett ausverkauft sind.

Bei allem Mythos: Lassen wir doch Vermeers Bilder und deren Entstehungsmythos auf uns wirken – mögen sich die Experten auch weiterhin nicht einig sein 🙂

mythos vermeer camera obscura Der Soldat und das lachende Mädchen Jan Vermeer, 1658 Öl auf Leinwand 49,2 × 44,4 cm
Der Soldat und das lachende Mädchen
Jan Vermeer, 1658
Öl auf Leinwand
49,2 × 44,4 cm (Bildquelle: wiki-pd)

 

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Aus Pflicht wird Kür – documenta 14

Quelle: documenta14.de (Freies Pressematerial - screenshot)

documenta 2017 –  Lass Dir Zeit für Kunst

Du bist interessiert an der documenta 2017? Das ist gut so, denn es ist die Nr 14 einer der weltweit bedeutendsten Kunstausstellungen. Ein Wahnsinn, wie schnell schon wieder 5 Jahre ins Land gingen – OHNE dieses Mega-Kunst-Evenet. Sie wurde vor 2 Tagen eröffnet und findet an verschiedenen Orten in Kassel statt. Daher solltest Du Dir in jedem Fall Zeit nehmen und die documenta 14 ganz ohne den Zwang besuchen, alles sehen zu MÜSSEN. Denn viel an Kunst isses nun mal. Für manchen eben zu viel. Daher gilt es, diese Kunst lieber in Ruhe aufzunehmen, anstelle da durch zu rammeln.

Nahezu alle Kunstwerke der diesjährigen documenta befinden sich im öffentlichen Raum und sind somit für den Betrachter nah und leicht erreichbar. Sinn und Zweck ist es, dass Du sozusagen beim Flanieren Kunst entdecken kannst. Ohne die berühmte Schwellenangst.

Den Betrachter erreichen

Die grundlegende Frage ist aber doch jene: Kann und konnte je zeitgenössische Kunst noch wirklich den Betrachter im Inneren erreichen? Freilich, da wird hingegangen, dahin eben, zur documenta hin, denn das gehört ja wohl dazu für alle Leute, die direkt aus Kassel kommen. Ebenso für alle, die sich diese eine Kunstausstellung gemerkt haben als etwas Besonderes und auch dort hin fahren. Die Veranstalter rechnen mit über 1 Million Besuchern. Dabei werden die Besucher der gleichzeitig in Athen laufenden Ausstellung mit eingerechnet. In Athen begann die documenta bereits im April. Beide Ausstellungen laufen 100 Tage. Ein Tagesticket ist ab 22 Euro zu haben.

Um diese Besucher zu beeindrucken wurde Kunst in allen Varianten aufgefahren. Vieles ist im Grunde bekannt, mitunter einfach neu arrangiert. Warum auch nicht? Schwere Themen werden behandelt, was ja auch naheliegend ist. Krieg, Terror, Not und Leid sind leider (noch) ewige Themen in der Kunst. Es gibt Performances zu sehen und begehbare Kunst. Letzteres findet eigentlich immer begeisterte Zuschauer und Interakteure.

Gewaltige Wohnröhren aus Beton und eine Blutmühle

Wenn Du erfahren willst, was es mit den Röhren und der Blutmühle auf sich hat, so mach Dich auf den Weg nach Kassel. Sei einer der Besucher der diesjährigen documenta. Lass Dir nichts entgehen, da es die nächste documenta erst wieder in 5 Jahren gibt 🙂

Quelle: documenta14.de (Freies Pressematerial - screenshot)