Geschrieben am

Salvator Mundi | Der Heiland der Welt mit dem magischen Blick

So so: Das Gemälde „Salvator Mundi“ ist ab heute also das teuerste jemals verkaufte Gemälde der Welt und aller Zeiten! Mit einem Rekordpreis von sagenumwobenen 450,3 Millionen Dollar ging das Werk über den Tisch des Auktionshauses Christies in New York. Unfassbar große Zahlen sind das, gar nicht auszu“malen“ welche am Hungertuch nagenden und von als eigentlich ausgerottet geltenden Krankheiten heimgesuchten Mitmenschen ganz akut man davon hätte retten können. Nun ja! Salvator Mundi | Der Heiland der Welt mit dem magischen Blick weiterlesen

Geschrieben am

Jeder Mensch ist ein Künstler ? Na sicher doch!

kunst verkaufen kunst online verkaufen katzenbild

Kunst online verkaufen | Abzocke im Internet

Wenn Du Künstler bist, so stolperst Du, ob Du es willst oder nicht, im Internet über jede Menge aufreizender Angebote. Viele von denen beschäftigen sich mit dem Thema, wie Du als Künstler Kunst verkaufen bzw.  Kunst online verkaufen kannst. Die diversen Anbieter lassen ihre Offerten  so aussehen, als wären sie für Dich als Künstler das Non-Plus-Ultra. Jeder Mensch ist ein Künstler ? Na sicher doch! weiterlesen

Geschrieben am

Warum soll ich Dein Bild kaufen? Mach doch mal´n Zettel bitte !

kunstzettel

Ne schöne Inspiration eigentlich mal wieder für die  nächste Ausstellung im Spätkunstshop am Goldenen Reiter in Dresden. Diesmal zum Motto „Das würde ich mir nicht mal selber an die Wand hängen“. Dort geht´s nämlich am 19.10.2017 wieder weiter und dabei sein werden diesmal diese kleinen neu und spontan entstandenen“Kunstzettel“. Alles hat mit dem einfachen Alltags-Satz „Mach doch mal´n Zettel bitte“ angefangen anzufangen.

Brot für die Enten war das Erste. Das Erste was???? Erstling, Erstkunstwerk. Klein und fein. Einfach aus dem Alltags-Drang heraus, eben schnell mal diesen Zettel zu fertigen, entstand ein Kunstwerk. Das war auch schon im Späti zu sehen, dem Spätkunstshop. Wo? Ja genau da: Dort wo Kunst ist und wo Künstler sich treffen. Das Brot der frühen Enten, so könnte man meinen. Sie waren eben die ersten. Die ersten Kunstzettel. Die gehen nur spontan. Die sind nicht geplant usw. Auch nicht von langer Hand.

Brot für die Enten | Ralf Hakl (2017)
Brot für die Enten | Ralf Hakl (Edding auf Brottüte, Kunsttüte, 2017)

Warum soll ich Dein Bild kaufen? Kunstzettel und Kunsttüten

Warum Du mein Bild kaufen sollst? Pfff….Hat keiner gesagt. Musst Du nicht kaufen. Darum geht das hier nicht. Darum geht das bei Kunst nicht! Darum ging das bei Kunst noch nie. Du denkst doch? Falsch! Keine Ahnung haste. Kunst ist immer da. Sie umgibt uns, auch und besonders da, wo wir sie gar nicht erahnen. Zum Beispiel – ich komme jetzt wieder auf diese Kunstzettel zurück – im alltäglichen Leben. Hier sind zum Beispiel noch zwei weitere Kunstzettel. Du, die wären nie so locker entstanden, wenn die bewusst und gezielt hätten kreiiert werden müssen. Schau doch mal genau hin. Beim ersten Kunstzettel hast Du drei Varianten einer Aussage. Ganz spontan. So ist das nämlich:)

kunstzettel
Ralf Hakl | Frisch gestrichen x 3 (3 Kunstzettel, Papier, Marker, 2017)

Beim zweiten Zettel geht´s um das morgendliche Aufstehen und einen Kater 🙂 Nee, nicht den Kater, den wo Du immer gleich denkst Du brauchst Tomatensaft. Mach doch Du auch mal´n Zettel einfach bitte.

kunstzettel
Ralf Hakl | Kater ist 3:45 raus (Kunstzettel, Papier, Marker, 2017)
Geschrieben am

schwebendes kind und andere re-form (en) | OSTRALE 17

re-form ostrale 2017

re-form | Eindrücke von der OSTRALE 17

Heilige Hallen sind das fast schon, so könnte man meinen. Wie schon in den Vorjahren begann unsere Entdeckungstour auf der diesjährigen OSTRALE 17 in Dresden, dem Kunsterlebnis schlechthin, in der oberen Etage. Wir arbeiteten uns dann von vorn nach rechts durch die nummerierten Kunsträume. Das diesjährige Motto: re-form. Über 1000 kuratierte Kunstwerke von ca. 200 jungen und etablierten Künstlern aus 40 Nationen, das ist schon viel. Viel an Kunsteindrücken, an Seh- und Hörerlebnissen, an Klängen, Videoinstallationen, Lichtern, Materialien und auch Lesbarem. Immer wieder begegneten uns auch Sprüche von Schriftstellern, darunter welche von Bukowski und Kästner. Manchmal fragten wir uns:  kann es auch ein Zuviel an Kunst geben? Um diese Frage dann schlussendlich doch zu verneinen. Wie könnten wir auch so etwas…?Wer hätte denn…?

Mahnendes, Retro-Avantgardistisches und Individualkunst

Es fehlte nirgendwo der mahnende Zeigefinger. Kunst, Kunst soll, Kunst muss….Unerbittlich stocherte er, dieser Zeiger, in die blutenden Wunden unserer Zeit! Äußerst fatal nur, dass Jene, die ihn sehen sollten, ohnehin keine Ostrale besuchten und dies wohl auch nie tun werden. Fast könnte man die erhobenen Finger des schwebenden Jungen (Titel der Arbeit: Ti Jean) von Manuel Frolik als eben diesen erhobenen Zeigefinger deuten.

Mit Künstlern der Neuen Slowenischen Kunst – kurz NSK genannt – war auch die Retroavantgarde zahlreich vertreten. Aber es begegneten uns auch Künstler aus der Vergangenheit in Form neuer Kunstwerke der Gegenwart. So fand ich Picasso, Schiele und Bosch. Wer sich die Kunstwerke noch einmal im www. ansehen möchte, der wird auf dem Portal der OSTRALE 17 fündig. Dort einfach herunter scrollen zum Punkt Künstler und die einzelnen Künstler und deren Kunst im Klappmenü anschauen.

Wir wünschen viel Freude beim nachträglichen Recherchieren und seid einfach das nächste Mal dabei – dann bei der OSTRALE 18 und schließen mit einem bekannten Bukowski  Zitat, welches auf einem der vielen Rand-Notizen auf der OSTRALE zu finden war: „Wir werden alle sterben, jeder von uns, was für ein Zirkus! Das alleine sollte uns dazu bringen, uns zu lieben, aber das tut es nicht. Wir werden terrorisiert von Kleinigkeiten, zerfressen von gar nichts.“

re-form ostrale 17
Plakat mit Fotografien der Kunstwerke der Ostrale 2017 von Jessica Hakl

 

Geschrieben am

Der Maler K.O. Götz und das sekundenschnelle Malen

Karl Otto Goetz k o goetz

Malerei im Rhythmus der Pinselzüge

Der Maler Karl Otto Götz bezeichnete seine Malerei als „Malerei im Rhythmus der Pinselzüge und Rakelschläge“. Seine großen Schwarz-Weiß-Kompos erinnern an explodierende Materie. So kraftvoll, so gewaltig sind seine Abstrakten! Klar, den Hans Arp kannte er, war befreundet mit ihm, wie auch mit dem Maler Otto Dix. Und logischerweise, wie könnte es auch anders sein, mochten ihn die Nazis nicht. Da gab´s erst mal ein Malverbot. Viel zu modern war seine Malerei. Da war nix Angestaubtes, nur eben Raum für neue Ideen, neue Bildideen. Das passt natürlich nicht zu solchen Idioten, die nur im Drecke wühlen und sich kitschigste Heldenbilder irgendwo hin hängen. 103 Jahre alt ist der Maler geworden, der Götz, der Maler Götz, abgekürzt K.O. Götz genannt. KO ist da auch zutreffend irgendwie. Zumindest wenn Du Dir mal die gigantischen Bildwerke von dem genauer anschaust.

Götz als Pionier der informellen Malerei

Es wird ja alles einsortiert in irgend eine Rubrik. Kurz und gut: Götz zählt zum Vertreter der informellen Malerei. Somit nicht unbedingt geometrisch und eben gegenstandslos. Abstrakt einfach. Auch seine beiden zu künstlerischen  Berühmtheiten avancierten Schüler, der Gerhard Richter und der Sigmar Polke haben da ja eine große Pinselladung mit davon abbekommen. Auch der aus Sachsen stammende Maler Gotthard Graubner zählte, zumindest zeitweise, zu seinen Schülern.  Ach übrigens fast schon zwingend: Götz wirkte selbstverständlich mit bei Biennalen und der documenta. Was denn auch sonst? Als ein deutscher Wegbereiter der modernen Malerei wird er in die Kunstgeschichte eingehen. Recht so! Ach so, fast vergessen zu erwähnen: Professor war er auch noch, nämlich an der Kunstakademie Düsseldorf. Klar, sonst hätten die alle ja nicht seine Schüler sein können usw….usf.

Schnell, schneller am schnellsten

Guck Dir das mal an! Das Video (ab 00:00:34) meine ich, genau das: Wie schnell der da herumrakelt in die frische Farbe. Noch ganz nass muss die dafür sein. Es ist auch ein Kampf! Wunderbar! Und komm mir bloß nicht mit dem unsäglichen abgedroschenen Argument, dass das jeder kann. Hilfe! Ideen musste eben haben, nicht nach labern, wenn das Andere schon gedacht und gemacht haben.

Nicht wundern, wenn ich hier kein Beitragsbild des großen Meisters reinstelle in den Beitrag. Darf ich nicht. Alles unter Urheberschutz der jeweiligen Fotografen und nicht zuletzt des Künstlers selbst. Deshalb nur die Skizze – mehr is nich. Müsst ihr selber schauen unter Bildsuche K.O.Götz im weiten weiten www-Wunderland:)

Karl Otto Goetz k o goetz
K.O. Götz | Zeichnung – Skizzenbuch, B8, Iris Hilpert (2017)