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Wien Modern: Aktuelle Kunst in der Walzerstadt

mumok wien erleben

Wien ist mehr als „nur“ historische Opulenz. Hier wird nicht ausschließlich auf den Spuren großer Söhne und Töchter gewandelt, auch in Sachen Gegenwart braucht sich die Donau-Metropole durchaus nicht zu verstecken.
Die zeitgenössische Seite der Alpenrepublik springt vielleicht nicht ganz so auf den ersten Blick ins Auge wie die Spuren ihrer vielen Vorgänger, Kunst und Kultur blühen aber durchaus auch in ihrer modernen Form. Das Herz der Alpenrepublik ist kein verstaubtes Freiluftmuseum, es gibt auch unendlich viele Künstler unserer Zeit, die hier leben und arbeiten. Vielleicht nicht ganz so hipp wie New York oder Paris – aber spannend. Wien Modern: Aktuelle Kunst in der Walzerstadt weiterlesen

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nie #war #es #einfacher

nie war es einfacher

Nie war es einfacher

Es war nie einfacher seine experimentelle Kunst zu präsentieren. Ist doch wirklich wahr! Wir Figunetiker haben uns da mal so ein paar Gedanken zum Blog gemacht und wie wir das Ganze noch unkomplizierter gestalten können, dass auch Du Dein Bildwerk hier zeigen kannst. Also zeigen ist ja klar, das geht ja woanders auch, aber da musste Dich immer auch umständelichst registrieren und so weiter. nie #war #es #einfacher weiterlesen

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Kunstautomaten | Kleine Ausstellung mit großer Wirkung

kunstautomaten

Kunstautomaten

Kunstautomaten gibt es schon etwas länger. Wusstest Du, dass die ersten dieser Unikatautomaten bereits 1982 auf der documenta 7 vor dem Fridericianum (Kassel) einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt wurden? Dieser erste „Art“automat war ein Einschächter mit 50 Schachteln. Er enthielt Originale, gefertigt auf Holz, diese kosteten jeweils 1 DM. Entwickelt wurde dieser erste Kunstautomate von Karl von Monschau und Willy Gallinowski.

In jüngerer Zeit starten der Postdamer Galerist Lars Kaiser und der Automechaniker Andreas Petzke mit den Kunstautomaten durch. Das Ganze ist ein ideelles, registriertes Projekt und läuft seit 2000. Verdient wird daran seitens der Initiatoren kaum etwas. Für Dich als Künstler ist das Ganze also wirklich fair gestaltet. Der  Hauptanteil der gesamten Einnahmen bleibt bei Dir. Die kleinen Unikate kosten am Automaten 2 Euro in Postdam und Umgebung. Für Kunst, die weiter weg über die Automaten verkauft wird, werden bis zu 4 Euro fällig.

Kunst-Konsumenten…

…kommen dabei ebenso auf Ihre Kosten wie die beteiligten Künstler. Insofern kannst Du ohne Schwellenangst beim Galeriebesuch zu jeder Zeit am Automaten „Kunst“ ziehen. Je nach Standort findest Du verschiedene Themenschächte. Manche haben einen Bezug zur Historie oder den kulturellen Besonderheiten der Stadt. Wieder andere Schächte bieten Dir internationale Kunst. Oftmals hast Du auch die Auswahl nach Kategorien, zum Beispiel: Natur, Menschen oder Tiere. In den kleinen Kunstschachteln finden sich dann, neben dem Originalkunstwerk, auch Infos zum Künstler.

Als Künstler…

…kannst Du Dich wie folgt für eine Teilnahme bewerben. Wenn Du ein abgeschlossenes Kunststudium vorweisen kannst genügt eine E-Mail bzw. ein Anruf. Als Quereinsteiger und Autodidakt sendest Du Deine Vita und die Ausstellungstätigkeit der letzten 2 Jahre (per E-Mail).

Als Kunststandort…

…könnt Ihr auch Euch einen Kunstautomaten im Innen oder Außenbereich aufstellen lassen. Diesen könnt ihr individuell gestalten lassen. Gern könnt ihr dafür auch Künstler aus Eurem Bekanntenkreis für die Gestaltung gewinnen.

Wir finden, dass die Idee Kunst im Automaten anzubieten, eine rundum, gelungene Sache im Namen der Kunst ist.  Jeder Automat ist einzig“artig“ und lädt dazu ein, originale Kunst zu kaufen.

Sei auch Du dabei, ob als Künstler, Standort oder Konsument. 🙂

Infos und Kontakt hier

kunstautomaten
Kunstautomat – eigene Kreation – rein virtuell

 

 

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Geht doch: Geld für das Präsentieren von Kunst!

geld

Geld für das Ausstellen von Kunst

Huhu: Das stand schon lange aus. Offenbar tut sich endlich mal etwas in Sachen: Geld bekommen für eine Ausstellung. Und bitteschön, warum auch nicht?! Es ist da Etwas, das jedem Künstler, der regelmäßig an Ausstellungen teilnimmt, schon lange unangenehm aufstößt. Was das ist? Ganz einfach: Es ist der Umstand, dass der ausstellende Künstler rein gar nix für das Ausstellen seiner Kunst erhält, außer einem feuchten Händedruck, und der meist nachfolgend flappigen Aussage, dass nun endlich die verdammten kahlen Wände nicht mehr leer sind!!!! Noch dazu herrscht eh die Meinung, dass der Künstler einfach froh zu sein hat, wenn er überhaupt seine Werke der Öffentlichkeit zeigen darf!

Ja, wo leben wir denn?!

Einerseits ist da ständig von verschiedenen Seiten die Litanei der brotlosen Kunst zu hören, immer schön rauf und runter. Andererseits leben gar nicht so wenige Personen durch die Kunst. Das wären Galeristen, Messebetreiber, so genannte Kunstcoachs (auf diese dubiose Gruppe kommen wir noch separat). Das Brotlose sollte dann aber bitteschön immer beim Künstler bleiben. Denn sonst ist er ja auch kein wirklicher Künstler. Wobei da sogar irgendwas dran ist. Denn nur ein armer Künstler ist ein wahrer Künstler usw. usf. – zumindest laut gängigem Klischee.

Der Musiker natürlich bekommt sein Geld

geld bekommen für das ausstellen der kunstHach Gott, es sei ihm doch auch vergönnt, dem Meister der Klänge, der Gesamngeskunst, der liederlichen Weisen 🙂 Aber bedenkt: Es ist kein Wunder, dass sich also nicht allein die Fronten zwischen dem Künstler und den Ausstellungmachern weiter verhärten, sondern auch der Künstler argwöhnisch auf den Musikus schaut, der da regelmäßig zu den Vernissagen geladen wird. Neben dem ohnehin höheren Aufmerksamkeitsgrad, den Musik nun mal hat, bekommt der Musiker auch in fast jedem Fall Geld für seinen Auftritt. Der bildende Künstler könne ja, so die Auffassung, wenn, dann im Nachgang und während der Dauer der Ausstellung, seine Bilder verkaufen. Das mag für Galerien zutreffen, die wirklich stark verkaufsorientiert sind und in hoch frequentierter Lage gängige Kunst anbieten.

Für regional gestützte Ausstellungsmöglichkeiten gibt es, zumindest sehr oft, keinerlei Zuschussmöglichkeiten, es sei denn der ein oder andere Verein gibt was aus der Vereinskasse freiwillig dazu. Völlig vernachlässigt wird schon im gedanklichen Ansatz der Planung einer Ausstellung, dass für den Künstler oft immense Kosten wie Transport, Arbeitsaufwand (Hängung, Vorbereitung der Ausstellung, Material usw.) anfallen. Anwesend sollte er dann auch noch möglichst selbst sein. Alles für Null-Komma-Nix.

Damit könnte nun bald Schluss sein, zumindest, wenn man diesem Artikel der taz folgt >>>

[coffee]

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Lügen was das Zeug hält | Ein Besuch in Radebeul-Serkowitz

Lügen, nichst als Lügen

Viele Lügen im Museum

Kurzer Entschluss und los ging´s am gestrigen Sonntag. Nach beschaulicher Fahrt durch Altkötzschenbroda fanden wir zum Lügenmuseum in Radebeul-Serkowitz. Übrigens ist es gut zu wissen, dass für alle, die mit dem Auto dorthin kommen wollen Parkmöglichkeiten in den angrenzenden Straßen vorhanden sind. Sämtliche Hintergründe zur Entstehung des Lügenmuseums finden sich zahlreich auf Wikipedia . Insofern  müssen wir an dieser Stelle nicht gesondert darauf verweisen. Stattdessen werden wir hier unsere persönlichen Eindrücke beim Besuch des Lügenmuseums schildern.

im Lügenmuseum
Frau Merkwürden im Lügenmuseum

van Gogh´s abgeschnittenes Ohr im Lügenmuseum Radebeul

Wir wurden sehr freundlich begrüßt mit einer amüsanten Einleitung. Uns wurde dabei ein „den Rundgang begleitender“ Leitfaden nahezu feierlich überreicht:). Danach bekamen wir den legendären Lügentee serviert. Übrigens schmeckt der Tee sehr gut. Nach dem Genuss desselben waren wir gewappnet und der Rundgang konnte eigentlich beginnen, jedoch:

Während des Teetrinkens wurden wir auf drei wichtige Dinge im Lügenmuseum aufmerksam gemacht. Diese drei Dinge sollten wir beim Rundgang finden und besonders darauf achten. Erstens das abgeschnittene Ohr des Malers Vincent van Gogh. Zweitens das Loch aus der Mozarts Zauberflöte. Drittens das Geräusch der Titanic, 20 Minuten nach deren Untergang.

Kostbare Merkwürdigkeiten, seltsam verstaut

Während des Rundganges bekamen wir ein Sammelsurium allerfeinster Auswahl zu sehen. Dinge, die jeder kennt, die wir lieben und als Kinder bewunderten. Im Lügenmuseum sind diese gesammelten, zum Teil zerstückelten und auf groteske Weise völlig neu arrangierten Raritäten, in einer nicht enden wollenden Vielfalt  zu betrachten.

Lügen, nichst als Lügen
Lügen, nichts als Lügen

Das Loch aus Mozarts Zauberflöte folgte uns unaufdringlich. Nichtsdestotrotz haben wir in manchen Kisten den Ton der untergegangenen Titanic gesucht. Dementsprechend ganz am Ende des Rundganges fanden wir auch das rechte Ohr van Gogh´s. Entsprechend den Anweisungen im mitgegebenen Leitführer gelangten wir auch in den Saal im ersten OG. Dieser ist gut aufgestellt mit Kunstwerken der WuKamenta.

Noch bis zum 1. April 2017 ist die aktuelle Ausstellung WuKaMenta – 100 Jahre DaDa mit 22 zeitgenössischen Künstlern zu sehen. Infos >>>