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Nogo: Bezahlgalerien oder Wie profiliert sich eine Location, die Bildende Kunst ausstellt?

Es wird in diversen Foren und Blogs immer wieder heftig darüber diskutiert, wie und wo man am besten ausstellt. Dabei werden vor allem die Leistungen der entsprechenden Galerie bzw. des jeweiligen Ausstellungsortes thematisiert bezüglich der Vorbereitung der Vernissage, Midissage oder Finissage, der Presse- und/oder Verteilerarbeit, des Einladungsmanagements usw. usf.

Dass Bezahlgalerien kein Thema sind, setze ich jetzt hier einfach mal wie auch im Titel bereits voraus.

Ich denke bei allen diesen z.T. auch sinnvollen Überlegungen: Eine Location, welche Kunst ausstellt,  profiliert sich immer und allein durch das Niveau der ausgestellten Arbeiten. Das bedeutet, dass die örtlichen Gegebenheiten nicht immer das alleinige Maß der Dinge sind, sondern der Kreis an Künstlerkollegen und Kunstfreunden, der im Laufe der Zeit aufgebaut wird sowie die Entwicklung- und Entwicklungsfähigkeit der Künstler. Es ist dabei nicht sonderlich wichtig, welcher Prosecco oder welche Musikeinlage den Rahmen bilden, sondern einzig die präsentierten künstlerischen Arbeiten und die sich daraus ergebenden Entwicklungsmöglichkeiten.  Ob dies in einer großen Lagerhalle, einer Garage oder   einem anderen – auf den ersten Blick – ungewöhnlichen Ort stattfindet, ist für die Qualitätsaussage über die Kunst, die gezeigt wird, unerheblich.

Sammler finden den Weg zu außergewöhnlicher Kunst auch ohne das Tamtam darum herum 🙂

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Prenzlmaler entlarvt eine Fotoabpinselei, die als Modellarbeit angepriesen wurde

In Erinnerung an Dieter Raedel

will ich Euch heute mal eine Story über den mittlerweile schon legendären Scharfsinn von Dieter, auch genannt der Prenzlmaler, niederschreiben.  Ein User lud in einem Kunstforum ein in Öl gemaltes Bild hoch, welches eine nackte männliche Person zeigt, die von unten nach oben schaut, quasi, als ob man vor bzw. leicht über der Person steht und sie schaut zu einem auf. Der User beschrieb in blumenreicher Sprache, wie dieses Bild am lebenden Modell entstanden sei und foppte dabei auch einige ernsthafte Zweifler 😉

Der User hatte allerdings dabei seine Rechnung ohne meinen verstorbenen Freund, den Prenzlmaler Dieter Raedel gemacht, welcher mit seinem legendären Scharfsinn die Sache sinngemäß wie folgt auf den Punkt brachte und in etwa diesen Kommentar unter das besagte Bild postete (frei zitiert nach Prenzl)

„Hi User, das Bild haste ganz einwandfrei vom Foto abgepinselt und ich will Dir auch verraten, warum. Der Schniedel des Nackedeis ist nicht zu sehen. Er müßte aber in dieser Haltung nach unten hängen und zumindest deutlich zu sehen sein. Das kommt daher, weil Du ein Foto verwendet hast, auf welchem das Modell auf dem Rücken lag. Dann hast Du das Foto um 18o Grad  gedreht und vergessen, den Schniedel wieder hinzupinseln. Gruß Penz´l.“

Diese geniale Antwort veblüffte nicht nur die Forengroover, sondern plättete die gesamte Diskussion. Der besagte User löschte daraufhin das strittige Bild aus dem Forum.

Du fehlst uns, Dieter. Mehr als Du ahnst!

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Warum der Lichtschalter ein elektrisches Pferd ist – Kurzes Weihnachts Hörspiel

In der folgenden kurzen Hörspielszene bekommen wir eine Antwort auf die Frage, warum der Lichtschalter ein elektrisches Pferd ist. Wir wünschen den Hörern viel Freude.

 

 

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Alphörner und virtuelle Schiefertafeln

Virtuelle Schiefertafeln als Kommunikationswerkzeuge der nahen Schulzukunft

Mit dem folgenden Artikel mache ich eine kurze Kunstpause und schreibe hier mal einige Gedanken nieder, die in einer Diskussion entstanden sind, in der es darum ging, dass das herkömmliche gebundene Buch nie aussterben wird. Ich hatte dagagen erwidert, dass dies einst ein als ein Luxusartikel oder etwas  Antiquarisches gilt und bereits in ganz naher Zukunft vieles auf virtuellem Wege gelöst sein wird.
 

Betrachtet man die Entwicklung der Kommunikation in der Geschichte, so war es schon immer das grundlegende Bedürfnis der Menschen, sich mit einfachen Mitteln über große Entfernungen in schneller Form zu verständigen. So lief der griechische Bote auf schnellstem Wege nach Athen, um seinem Herrscher wichtige Nachrichten zu übermitteln. Rauchzeichen und Alphörner waren dann der erste Schritt in Richtung Tele (Fern) Kommunikation. Spätestens mit Anwendungen wie Hoccer oder Bump erscheint der Schritt zum Beamen der Gedanken fast Wirklichkeit zu werden.

Raumzeitgrenzen werden in minimierter Form bereits außer Kraft gesetzt, denn es spielt keine Rolle, wer wo wann auf der Welt mit wem kommuniziert, denn alles dies ist mit den Mitteln der heutigen Technik spielend möglich. Es ist nicht mehr nötig, sich bei einer Konferenz oder einem Freundestreff real gegenüberzusitzen, denn es gibt Social Networks, die dies nebenher ermöglichen. Man kann nun darüber streiten bis man schwarz wird, ob dies nützlich oder schädlich ist, letzten Endes wird auch hier der Fortschritt siegen und die Entwicklung ihren Lauf nehmen. Pads oder Tablets mit Internetzugang werden in absehbarer Zeit selbstverständliche Begleiter sein.

Das mühsame Erlernen fremder Sprachen könnte bald der Vergangenheit angehören, denn in Headsets integrierte Übersetzungsprogramme werden die Sprachausgabe in alle Sprachen ermöglichen. Wahrscheinlich sogar am oder im Kopf intergrierte Chips, die dies automatisiert steuern. Und dies ist ein wegweisender Punkt in der Kommunikationstiefe. In Schulen werden Pads mit einfachster Bedienung Einzug halten, das mühsame Tragen schwerer Lernmaterialien wird abgelöst durch Schnittstellen und Zugangspunkte in schulspezifischen Netzwerken. Es dürfte sogar fraglich sein, ob das Erlernen z.B. spezifischer mathematischer Fähigkeiten überhaupt noch nötig sein wird oder ein Grundlagenwissen ausreicht, den Rest erledigt der Multimediabegleiter, der leicht ist und in jede Schultasche passt.

Der Satz „Medien machen Dumme dümmer und Schlaue schlauer“ könnte eine neue Bedeutung gewinnen. Die Frage ist ja auch, wozu der angehende Chemiker, der sich in seinem Fachgebiet spezialisieren wird, überhaupt andere Bereiche in der Tiefe kennenlernen muss, was natürlich eine hinreichende Allgemeinbildung keineswegs ausschließen muss. Das Lesen von Inhalten bleibt genauso wichtig, nur wird die Form der Inhaltsaufnahme eine andere sein als bisher. Schlussendlich ist es völlig einerlei, ob man die Information auf einem E-Book liest oder in einem gebundenen Buch, seine Niederschrift in ein Heft schreibt oder dies über Transscriber oder Tastatur oder Spracheingabe in seinen multimedialen Begleiter eingibt.

Die Schnelligkeit der Informationsbeschaffung bedient gleichermaßen die Kommunikationsvereinfachung, denn es ist nicht mehr nötig, stundenlange Lexikasuchen zu veranstalten, wenn die gewünschte Info per Tastendruck in Sekundenschnelle vorliegt. Was bleibt ist der Freiraum für fachspezifische Dinge. Es ist also nur ein Frage der Zeit, meiner Einschätzung nach eine Spanne von 10 bis 15 Jahren, in denen, zumindest die höheren Schulen mit diesen Kommunikationswerkzeugen ausgestattet sein werden und schwere Schulranzen der Vergangenheit angehören. So wie einst der Taschenrechner Einzug hielt in den Schulalltag wird es völlig normal sein, tragbare oder gar visuell abrufbare Informationseinheiten zu bedienen.

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Metallskulpturen zum Anfassen – Sächsische Zeitung vom 12.06.2010 – kunst in meissen

Das „Metall zum Anfassen“, wie es die Zeitung formuliert, sind die mit äußerster Liebe zum Detail gearbeiteten Skulpturen von Joachim Röderer, welche wir mit Joachim hier am 10.06. bei 30 °C  (im Schatten)  aufgestellt haben. Hat große Freude gemacht zu sehen, wie alles zum  Leben erweckt wird. Die Leute bleiben in Gruppen stehen und staunen. Es kann noch vieles entdeckt werden!