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Félix Vallotton | Porträt Gertrude Stein

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Berühmte Künstler und Gertrude Stein

Wir zeigen Dir heute ein Portrait, welches der französisch-schweizerische Maler Félix Vallotton von Gertrude Stein gemalt hat. Damals war das, konkret im Jahr 1907. Wusstest Du auch, dass die erfolgreiche Schriftstellerin und Verlegerin schon oft von berühmten Künstlern portraitiert wurde? So hat der französische Maler Henri Matisse* die Kultfigur Gertrude Stein in froher Farbenpracht verewigt. Auch Picasso* malte die einflussreiche Dame, ganz im Picassostil mit den für seine gemalten Figuren recht typischen kantigen und auch sehr maskulinen Gesichtskonturen. Zudem sehr interessant in Szene gesetzt wurde Gertrude Stein von Man Ray*. Man könnte noch viele weitere Künstler nennen.

Bei Vallotton sehr gewichtig und imposant

Tragende und gewichtige Farben, dazu eine hohe Plastizität. Solche Ausdrucksmittel liebte der Maler Félix Vallotton. Sie geben seinen Figuren eine tragende Kraft. Trotz oder gerade wegen der im Gemälde gezeigten Körperfülle, tritt willensstark die Gesichtskontur hervor. Sofort spürt der Betrachter, dass mit der Dame ggf. nicht unbedingt zu spaßen ist. Zumindest, wenn es um die Bedeutung der Kunst im Allgemeinen, der modernen Kunst im Besonderen und natürlich vor allem auch ihrer eigenen, der Dichtkunst, geht. Die Körperlichkeit, betont durch den dunklen, fast majestätisch wirkenden Samtstoff, suggeriert eine gewisse Bodenständigkeit. Fakt ist, die Dame weiß, was sie kann und was sie will.

Urmutter und Kultfigur

Eine Urmutter der Kunstszene, die vielen angehenden begabten Künstlern und Schriftstellern half, erfolgreich und berühmt zu werden. 1914 kaufte sie von der Galerie Kahnweiler die ersten Gemälde von Juan Gris an. Zurück zum Portrait von Félix Vallotton. Du siehst, dass uns mit der Frau im Bild von Vallotton eine Gertrude Stein begegnet, die sehr selbstsicher wirkt. Doch dem entgegen steht der etwas abwesende Blick nach irgendwohin. Im Portrait* ist sie gerade einmal 33 Jahre alt, wirkt aber bei weitem gesetzter und wissender.

felix vallotton gertrude stein

Bildquelle: wiki-pd


 

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Der Mann als Objekt der Begierde in der Bildenden Kunst

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Der Mann als Objekt der Begierde

Mannsbilder, Akte, Körperlichkeit und immer wieder:  der Mann. Männer spielen in der Bildenden Kunst vor allem eine tragende, eine tätige Rolle. Dargestellt wurden sie als Krieger, Geistliche, Meister, Spieler oder Majestäten. Immer in ehrwürdiger Form, so wie sich das gehört. Du wirst schnell bemerken, dass sie weniger als Objekte der Lust und Verführung verewigt wurden. Jedoch wirst Du hin und wieder bei alten Meistern sehen, dass Männer – vielleicht nur ungewollt – erotisch abgebildet wurden. Insofern  sind die muskulösen Männerfiguren bei Caravaggio hervorzuheben. Hierbei entwirft der Maler eine detailgenaue realistische Darstellung männlicher Kraft und körperlicher Vollkommenheit. Ebenso wirst Du bezaubert sein von Michelangelos David oder seinen Sklaven, die er für das Juliusgrabmal schuf. Nackt sind sie nicht immer. Oftmals verhüllt ein Tuch oder Gewand explizite Stellen.

Mannsbilder

Kommen wir zurück zur Bildenden Kunst. Mannsbilder als faszinierende Männer in der Gesellschaft und in all Ihren Facetten. Was ist so besonders an der Darstellung eines Mannes, wo er doch nicht zwangsläufig als das „schöne Geschlecht“ gilt? Auf jeden Fall sind Männer als Objekt der Sinnlichkeit bisher nur wenig in der Bildenden Kunst beachtet worden. Dessen ungeachtet ist der Trend zum sinnlichen Mann im Aufwind. Auch als Groteske stellen sich viele Maler im kritischen Selbstblick als Akt vor der Leinwand oder in anderen skurrilen Situationen dar. Als Frau musst Du Dich fragen: was spricht Dich an einem männlichen besonders Akt an? Dabei muss es nicht nur eine Akt-Darstellung sein. Männer in den verschiedensten Lebenssituationen begegnen uns in zeitgenössischen Gemälden und Skulpturen.

In jedem Falle liebenswert

Männer als Objekte der Bildenden Kunst öffnen uns einen ganz eigenwilligen Blick auf das Besondere an Männlichkeit. Auch eine verletzliche, eine sinnliche Seite wird uns dabei offenbart. Ohne Männer wäre die Kunst sehr viel ärmer. Deshalb lohnt sich ein intensiver Blick auf die Mannsbilder, die uns täglich umgeben.

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Zaungast, 29 x 21, B8 Papier, Iris Hilpert, 2013

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Emily Carr | Odds and Ends = Krimskrams

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Genialer Krimskrams von Emily Carr

Kennst Du die kanadische Malerin Emily Carr? Sie war eine sehr ungewöhnliche Frau und Künstlerin, denn sie lebte bei den Indianern. Bei den Indianern, den Wilden lebte die Emily. Dort draußen, wo die Frauen sonst Angst haben, dort zog es sie hin und irgendwie war sie selbst auch wild, wie sie da so lebte und die Totems der Indianer malte, da draußen, da draußen im Wald. Schriftstellerin war sie auch, ein kluger Kopf, ein kluger Frauenkopf. Emily Carr | Odds and Ends = Krimskrams weiterlesen

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Egon Schiele | Die zerbrechliche Erotik extrem dünner Gestalten

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Die Kunst von Egon Schiele brachte schon vor einigen Jahren den Kunstmarkt in Schwung. Bis jetzt ist die Nachfrage an der Kunst des genialen Malers ungebrochen. Vor allem seine Zeichnungen sind bei Kunstsammlern heiß begehrt. Insbesondere die zerbrechlich wirkenden Figuren, die oftmals leicht entblößt sind, offenbaren eine verletzliche Erotik, die berührt und nie profan wirkt. Egon Schiele | Die zerbrechliche Erotik extrem dünner Gestalten weiterlesen

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Kunstbox | Start der Kuration zu aktuellen Kunstnews auf Scope

Seit 2 Tagen gibt es die Kunstbox auf Scope! Wenn Du Dich, ebenso wie wir für brandaktuelle News aus der Kunst interessierst, so spitz die Ohren. Seit Kurzem kuratiere ich die Scope Kunst Box. Damit gibt es immer ausgewählte Themen zum aktuellen Kunstgeschehen. Du weißt nicht, was Scope ist? Kunstbox | Start der Kuration zu aktuellen Kunstnews auf Scope weiterlesen