Wolfgang Beltracchi und der blinde Kunstgenuss

Wolfgang Beltracchi und sein Mythos als Kunstfälscher …

…hat eine lange Historie. In diese reiht sich auch die Geschichte vom Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi, der mit bürgerlichem Namen eigentlich Wolfgang Fischer heißt, recht zwanglos ein. Da nun aber mit dem Nomen Fischer kein Fisch an Land zu ziehen ist, knüpft Beltracchi so ganz easy an ein gewisses Flair an, zumindest dem für´s Künstlerische schlechthin so wohlklingenden Namen nach. Es ist im Übrigen der Name seiner Ehefrau. Und warum denn bitteschön auch nicht ?

Können kann er…

…die Kunst des Könnens, nicht nur die des Nach-Ab-und-Neu-Nach-Ab-Kunstens bzw. Malens. Dies steht wohl außer jeder Frage, wenngleich er mich in der Kunst der Kopie des Malers Joaquin Sorolla y Bastida , so gesehen in einer 2016-er Fernsehsendung, nicht über das Maß überzeugte. Den jetzigen Käufern  seiner Werke mag das egal sein, denn wenn man genau schaut, so hat er, der Wolfgang Beltracchi, eine unglaubliche Gabe, auch etwas in Vergessenheit geratene Maler mit Hingabe und Leidenschaft zu analysieren.

Den eigenen künstlerischen Weg…

…wird er trotz dem Ruf des genialen Kunstfälscher s sicher über kurz oder lang noch finden. Den Kennern seiner bisherigen Fälschungen werden natürlich noch seine Bilder im Stile bekannter Maler wie Heinrich Campendonk, Max Ernst und Max Pechstein in Erinnerung sein, auch den Auktionshäusern, in welche er diese Fälschungen geschickt einschleuste. Werke ohne Etikett zwingen zum Blindgenuss, so ein Zitat bei Wikipedia. Also doch ein Gewinn für Kunstfreunde?

Eine Ausstellung als Kunstfälscher finden…

…ist für ihn jedenfalls aktuell kein Problem, reißen sich doch die Medien um seine Person.  Bei allen Kontroversen muss man neidlos auch das Beherrschen des Handwerks ihm zugestehen.Zum Künstler muss er wohl erst noch reifen, denn ein Künstler findet seine ganz eigene Ausdrucksweise durch lange Auseinandersetzung mit sich, der Umwelt, dem Können oder Nichtkönnen. Vielleicht wird Beltracchis Kunst einst eine Quintessenz aus allen seinen Fälschungen und aus all diesen fließt etwas ein. Wäre dies nicht ein schöner Gedanke ? Auch wenn er keine Millionen einbringt?

Fiktiv-Frage: wer wäre denn am einfachsten zu fälschen? Fiktiv-Antwort: na, ein Beltracchi !

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Wolfgang Beltracchi | Iris Hilpert | Zeichnung | 2016

 

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