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Ilya Repin | Unerwartete Heimkehr

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Das christliche Motiv…

…der „Heimkehr des verlorenen Sohnes“ als eine Momentaufnahme, eine der typischen Momentaufnahmen des genialen  Malers Ilya Repin. Skepsis beim Heimkehrer, eine Mischung aus Freude, Angst, Erwartung bei den Begrüßern…

…hier zeigt …

…Ilya Repin die gewaltige Bandbreite der über die Beteiligten hereinbrechenden Emotionen in einem Kunstwerk wie es meisterlicher kaum mehr möglich ist…Hier ist alles zu sehen: Die Scheu der die Tür öffnenden Damen, die Überraschung der im Aufstehen begriffenen Frau (ist es die Mutter?), Ungläubigkeit gemischt mit gleichzeitiger Freude bei den Kindern, welche es kaum mehr am Tische hält…

…und nicht zuletzt…

…die Verzweiflung, die Abgezehrtheit, vielleicht auch die Resignation bei dem heimkehrenden Mann (dem Sohn der Familie?) selbst . Spricht hier  ein stiller Vorwurf ? : „Seht, was ich erdulden musste???“. Repin hat den Ruf des bedeutendsten realistischen Malers Russlands und es bleiben uns als Betrachter immer wieder die Augen offen stehen angesichts der hochmeisterlichen malerischen Umsetzung, dem virtuosen  Spiel mit dem Licht, der Treffsicherheit in der Farbwahl und nicht zuletzt der mit Dynamik geladenen Bildkomposition seiner Werke….und so ist…

…dieses Bild…

….die Ehrung dieses Werkes von Ilya Repin, auch gleichzeitig eine Ehrung an die gewaltige, farben- und poesieträchtige russische Kunst überhaupt, in der sich immer alles menschlich Fassbare und nicht ganz Fassbare spiegelt und über Jahrhunderte tiefe menschliche Sehnsüchte weckt…

 

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Unerwartete Heimkehr (1884 – 1888), Öl auf Leinwand, 160,5 x 167,5 cm, Tretjakow-Galerie (Moskau) – wiki: pd

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