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Henri Rousseau | Die schlafende Zigeunerin

Das Bild „Die schlafende Zigeunerin“ des französischen Malers Henri Rousseau hängt im MoMA, dem bedeutendsten Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Ob er sich das hätte jemals erträumt, der Henri Rousseau, von seinen Freunden auch „Le Douanier“ genannt oder einfach „Der Zöllner“, dass eines seiner Kunstwerke eines Tages zu solcher Bekanntheit gelangt und in einem so bedeutenden Museum einen Platz findet? Eher wohl nicht. Dennoch, betrachte ich die Arbeiten dieses Malers komme ich zu dem Schluss. Bei Rousseau gibt es keinen Zweifel an seinem Tun, er liebte das, was er malte. Sehr flächig und kontrastreich sind seine Gemälde, die zu seinen Lebzeiten mitunter auf grobe Weise belächelt und verhöhnt wurden.

Dennoch ist es ihm gelungen als einer der Vorreiter des Surrealismus in die Geschichte einzugehen. Rousseau war ein handfester Autodidakt, der gern und viel malte und auf rührende Weise auch sein Leben als Maler lebte. Mit den großen Künstlern stand er auf du und du. Sie liebten ihn ob seiner Rührseligkeit und Verträumtheit. Die Einfachheit und auch klare Naivität seiner Werke beruhigten die von Kunst überstrapazierten Augen der „Kollegen“. Das Bild „Die schlafende Zigeunerin“ ist klar strukturiert und farblich ansprechend, ja fast dekorativ gestaltet. Es strahlt eine große Ruhe aus obwohl doch gerade die angeordneten Figuren auf eine Bedrohlichkeit hindeuten müssten. Die Frau ruht aus oder schläft, der Löwe beachtet sie nicht. Alles ist irritierend an diesem Bild. Ein Effekt, den der Maler so nicht wissentlich erzielen wollte. Er hat einfach Figuren angeordnet und auch selbst einiges zu dem Bild in Schriftform festgehalten bzw. sein Bild erklärt.

wiki-pd

 

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