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Jacopo da Ponte gen. Jacopo Bassano

Prenzlmaler Dieter Raedel : Ehrung am 13. Februar 2008 anlässlich seines 416. Todestages. Science of Art. Popularisierung von Kunstwissen.

Jacopo da Ponte genannt Jacopo Bassano

geboren um 1517 in Bassano

gestorben am 13. Februar 1592 in Bassano

Bedeutender italienischer Maler der Spätrenaissance.

Der Maler entstammt einer italienischen Malerdynastie und betrieb in seiner Heimatstadt eine große Malerwerkstatt, in der er auch seine Söhne ausbildete. Jacopo ist der berühmteste Künstler der Familie. Seine Lehre erhielt er von seinem Vater Francesco da Ponte d.Ä. Bassano und setzte seine Studien in Venedig fort.

Jacopo Bassano war von mehreren Meistern beeinflusst: Tintoretto, Tizian, Veronese und Parmigianino. Neben seiner religiösen Thematik verweist sein Schaffen innerhalb der Genremalerei bereits auf den Barock. Während sein Wirken zunächst sich mit dem Manierismus befasste, arbeitete er danach naturalistisch. Sein Farbauftrag wurde weicher, eleganter und die Lichtigkeit in seinen Kompositionen einheitlicher. In seinem Spätwerk, besonders in den Nachtstücken, kann man eine beinahe impressionistische Malweise erkennen.

Zur Bildthematik:
Johannes soll von Herodes Antipas ermordet worden sein. Schüler von Johannes haben, so die Legende, den Leichnam in Sebaste begraben. Johanna, die Ehefrau des Verwalters des Herodes, soll das Haupt ausgegraben und auf dem Ölberg beigesetzt haben. Es gibt auch eine Legende, in der eine Hand Johannes des Täufers nach Konstantinopel gebracht worden seil, was aus meiner Sicht keinen Sinn ergibt. Auch das Haupt soll über Emesus in diese Stadt lanciert worden sein.

1206 soll ein Domherr ein Stück des Schädels nach Amiens gebracht haben. Als Huldigung des Knochenteils baute man die Kathedrale Notre Dame d’Amiens, eine klassische Kathedrale der Hochgotik des 13. Jahrhunderts.

Herodias, die mit Herodes in ungesetzlicher Ehe lebte, hatte den Protest des unbequemen Mahners nie verziehen. So kann man davon ausgehen, dass die Dame mit dem Dekolleté Herodias sein soll. Die Damen scheinen sich für die Vorbereitung der Hinrichtung nicht zu interessieren und gehen an der Tafel ihren Gesprächen nach.